Kleines Elbi-ABC

Aug 08, 2012 7 Kommentare von
Ja, ich war schon mal da, und ja, ich würde jederzeit wieder meine Sachen ins Auto werfen und sofort hinfahren.
Hinter Pirna über die Landstraße, der erste Blick auf die Tafelberge und da ist ganz viel Glücksgefühl…
Ein paar kleine Einblicke in die örtlichen Gegebenheiten durfte ich bereits sammeln, die gebe ich natürlich hier gerne weiter.
 
Wo es die weltbeste Eierschecke gibt, bleibt aber mein Geheimnis und wird nicht verraten :p

Abseilöse, die

Eine auf den meisten Gipfeln befindliche Metallöse, gerne auch größeren Ausmaßes, die zum Abseilen dient. Ist sie auf Anhieb nicht zu finden, suchen! Gerne ist sie so platziert, dass ihr Erreichen auch schon wieder Schwindelfreiheit und gewisse Kletterkünste erfordert.
Wichtig beim Abseilen in Mehrseillängen – bitte erkundigt euch vorher, wo genau die nächste Abseile unterwegs ist. Es sind schon erfahrene Kletterer gestürzt, weil sie den Zwischenstopp verpasst haben (und die Seilenden nicht gesichert waren).

 

Bandschlingen, die

Unerlässliches Sicherungsmaterial. Mit ihrer Hilfe werden hier Sanduhren gefädelt, Knoten in Spalten geklemmt und bitte nicht als Bandschlinge verwenden, auch wenn sie geeignet scheintin allen möglichen anderen Formen Sicherungspunkte gebastelt. Alternativ lassen sich aus ihnen auch mit etwas Kreativität Sitzmöbeln, Wäscheleinen und andere nützliche Helferlein basteln.
Im Gegensatz zu vielen anderen Klettergebieten gilt im Elbi die Regel – je pelziger und abgeranzter die Bandschlinge aussieht (ok, halten sollte sie noch ) umso besser, da sie sich so schön im rauen Sandstein verhakeln.
Nein – das ist keine Bandschlinge – so sieht sie aber im Idealfall aus! ;-)

 

Chalk, das

Geht gar nicht, nie nie nie nicht, unter keinen Umständen, nicht bei 45 ° im Schatten, never ever! Nicht mal als Kriegsbemalung beim Sturm auf den Ring würde es von Einheimischen akzeptiert werden!
Im Elbi gilt absolutes Chalkverbot. Hat einen ernsteren Hintergrund – das Chalk greift den ohnehin schon sehr porösen Sandstein massiv an und der ist auch ohne schon bröselig genug.
Ein weiterer Aspekt dürfte sicher auch sein, dass die Chalkmarks, die einem sonst gern mal den Weg in einer kniffligen Route zeigen, als Wettbewerbsverzerrung angesehen werden. Jeder muss seinen Weg alleine finden

 

Deutsch

Deutsch muss es nicht zwangsläufig zugehen. Das Elbi hat auch auf der tschechischen Seite unheimlich viel zu bieten. Nein, nicht nur preiswertes und wohlschmeckendes Pivo.
Im Elbtal (Gebiet zwischen Grenze und Decin) gibt  es jede Menge schöne Felstürme, teilweise bis zu 80 Meter hoch.
Zusätzlich hat sich das Gebiet um den Schneeberg (höchste Erhebung des Elbis) zum Geheimtipp für Boulderer entwickelt. Ein Paradies aus Blöcken, die auf fleißige Hände warten! Ein weiteres Highlight auf der tschechischen Seite ist auf jeden Fall auch das Essen, preiswert und es schmeckt!

passender Artikel: klettern 09/12, link folgt

 

Ehre, die

Um die geht es in vielen Aspekten der hiesigen Kletterei. Um die Ehre, den Felsen allein und ohne Hilfsmittel bezwungen zu haben.
Da geht eben Chalk nicht und auch ein Einhängen des Seils und dann mal im Toprope ewig (am sicheren Ende) rumprobieren, ist ebenfalls nicht gern gesehen. Da beide Verhaltensweisen auch noch eine Abnutzung des ohnehin sehr fragilen Sandsteins zur Folge haben, kommt nebenbei noch der Naturschutzaspekt dazu. Hier in Sachsen wurde das Freiklettern quasi „erfunden“, ein guter Teil der Sächsischen Schweiz ist aufgrund der einmaligen Landschaft und Natur Nationalpark. Die Kletterregeln sorgen für die Balance zwischen Tradition und Naturschutz, sollen einen Massenklettertourismus und die damit verbundene Rücksichtslosigkeit verhindern. Also immer mal wieder Schmunzeln, aber nicht Wundern.

Wer sich etwas tiefer in die Materie arbeiten will, dem sei die Lektüre des Buches “Die spinnen, die Sachsen” von Peter Brunnert empfohlen.

 

Falken, die

Gern gesehene Freunde der Lüfte. Durch diverse Schutzmaßnahmen haben sich die Bestände der gefährdeten Wanderfalken gut erholt. Gerade im Frühsommer sind dadurch bestimmte Felsen und Gebiete gesperrt, da hier genistet wird und keiner stören soll. Belohnt werden diese gemeinschaftlichen Bemühungen von Naturschützern und Kletterverband mittlerweile wieder mit dem Anblick der Falken am Himmel (oder auf dem Gipfel sitzend auch mal unter sich) und die typischen Laute, die einen an Sommertagen begleiten.

 

 

Gipfelbuch, das

Der Lohn der Mühen!

Auf den meisten Gipfeln der Sächsischen Schweiz findet sich in einer Metallbox das Gipfelbuch. Vorsicht beim Rausnehmen, oftmals ist ein kleiner Stift zum Einschreiben dabei, wenn der ins Tal plumpst, ist das suboptimal. Das gleiche gilt natürlich fürs Buch selbst.
Da im Elbi alles geregelt ist, trifft das natürlich auch für den Eintrag ins Gipfelbuch zu.
Grundsätzlich gilt:
Zuerst kommt der Name der Seilschaft bzw. des Klettervereins, darunter der Weg, den man gegangen ist (nein, nicht schummeln , siehe Ehre) und natürlich das Datum.
Dann trägt sich als erstes der Vorsteiger ein, darunter die Nachsteiger in der Reihenfolge, wie der Gipfel erreicht wurde. Wurde sich beim Vorstieg abgewechselt (bei längeren Routen z. B.) stehen beide Vorsteiger nebeneinander, der erste auf dem Gipfel auf der linken Seite.
Bitte keine lustigen Landschaftsbilder, Kneipenwitze oder „Otto war hier“-Eintragungen. Und lasst Platz für weitere Kletterer. Ein kleines Clublogo z. B. ist allerdings geduldet.

Die Gipfelbücher werden, wenn sie vollgeschrieben sind, in das Gipfelbucharchiv des Sächsischen Bergsteigerbundes in Dresden gebracht und dort aufbewahrt. Jeden ersten Dienstag im Monat hat man die Möglichkeit, hier stöbern zu gehen. Eine schöne Art unsterblich zu werden, oder? ;) http://www.bergsteigerbund.de/gipfelbucharchiv.html

 

Hohe Liebe, die

Nein, hier handelt es sich nicht um den Gossenhauer der Region, um die Schönheit der Berge zu besingen, es ist ein kleiner Tafelberg zwischen den westlichen Schrammsteinen und dem Kirnitzschtal. Hier befindet sich ein Ehrenmal für die ums Leben gekommenen Bergsteiger. Wer einmal die Tradition des Sächsischen Bergsteigerbundes in Reinform erleben möchte, wandert am Totensonntag mit hinauf, wenn dort die am Berg gebliebenen mit Männerchor und Rede geehrt werden. Glühwein nicht vergessen – es kann sehr kalt und zugig werden, wer offen ist, wird jedoch viel für sich mitnehmen.

 

Ideale Zeit, die

Die beste Zeit zum Klettern ist der Spätsommer/Herbst. Die Gebietssperrungen aufgrund des Falkenschutzes sind durch, die extreme Hitze des Sommers (ich sag nur Schwitzehände) sollte sich auch gelegt haben, ebenso, wie die Ferientourismusmassen. Besonders schön wird es, wenn die Laubbäume langsam die Farbe wechseln und oftmals ist es bis in den Oktober noch warm genug zum Klettern.

 

Jahreserste, die

Die Jahreserste ist etwas ganz besonderes: es ist die erste Besteigung eines Gipfels im neuen Jahr. Um manche Felsen entbrennen regelrechte Kämpfe, wer dann in der Silvesternacht als erstes oben ist und seinen Eintrag im Gipfelbuch hinterlassen kann. Das Besondere an diesem Eintrag – hier kann man einen Spruch hinterlassen, den man den Kletterern des Jahres mit auf den Weg geben möchte. Daher ist es oft sehr interessant, auf dem Gipfel ein wenig im Buch zu blättern, was von Vorschreibern am Jahresanfang hinterlassen wurde.

 

Kamin, der

Eine Besonderheit, die hier richtig Spaß macht, wenn es einem denn liegt: das Elbi ist voll von Kamin- und Rissklettereien. Je nach Breite gibt es diverse Techniken, in oder an ihnen nach oben zu kommen. Da der Sandstein sehr rau ist, empfiehlt es sich, lange Bekleidung dabei zu haben, um bei Kaminschubberei nicht die kompletten Ellenbogen und Knie am Fels zu lassen. Wer richtig Blut geleckt hat, kann hier Extra-Kurse belegen. Ach ja: wenn’s Blut tropft, war der Faust- oder Handklemmer nicht gut gesetzt ;)

 

Legenden, die

Sagen und Legenden gibt es hier viele. Zu den meisten Felsen gibt es Geschichten, die ein einheimischer Bergführer auch gern mal preis gibt. Eine der bekanntesten ist die von Mönch und Nonne, zwei Klettergipfeln rechts und links der Elbe. Die Legende besagt, dass es früher auf beiden Seiten der Elbe kleine Klöster gab. Zu jenen Zeiten gab es natürlich auch noch keine Fähre oder andere Möglichkeiten, den Fluss ohne Gefahr zu überqueren. So begab es sich, dass ein Mönch und eine Nonne sich verliebten, sich aber nur sehen konnten, wenn sie den jeweiligen Gipfel auf ihrer Seite der Elbe hinauf kletterten, die heute nach ihnen benannt sind. So standen sie dann jeden Abend dort oben und hielten Ausschau nach dem anderen und winkten sich zu. Eines Tages verstarb die Nonne, der Mönch jedoch, in treuer Liebe, steht auch heute noch oben auf seinem Gipfel und hält traurig Ausschau nach der Liebsten…

 

Material, das

Wenn man nicht als Klettertourist gänzlich ohne Ahnung auftreten will, sollte man darauf achten, möglichst sämtliches Material so unauffällig wie möglich im Rucksack zu verstauen. „Nur Angeber und Anfänger lassen ihr Material draußen“ ist eine klare Ansage.
Selbst erlebt bei einem Umzug von einem Fels zum nächsten, auf einer Strecke von vielleicht 200 Metern, die aber über einen Feldweg ging: Man traf auf zwei ältere Damen, die unser Gurt/Karabinergeklimper mit einem schmunzelnden: „Ach, ich dachte glatt, da kommt ne Kuhherde“ kommentierten.

 

Nachsteiger, der

Der Nachsteiger hat traditionell mehrere Aufgaben. Zuerst ist er am Fuß dafür verantwortlich, das Seil komplett durchzuziehen und sich idealerweise schon in das zweite Seilende einzubinden, um einen schnellen Nachstieg zu ermöglichen. Er ist Sicherer für den Vorsteiger, mit allem was dazu gehört. Im Gegenteil zu Gebieten, wo Toprope normal ist (oder eben zur Halle), lässt er den Vorsteiger nach erfolgreicher Route aber nicht ab und geht dann selber im Toprope hoch, sondern klettert die Route direkt von oben gesichert nach. Da bei der Sicherung von oben ein direkter Blickkontakt oft nicht möglich ist, gibt es hier selten die straffe Sicherung, die man vom Toprope kennt. Daher ist auch der Nachstieg oft deutlich anspruchsvoller. Zusätzlich ist der Nachsteiger dafür verantwortlich, die Zwischensicherungen abzubauen, was in diesem Fall über einfaches Exen ausklinken hinausgeht, da auch beim Abbauen Rücksicht auf den Fels genommen werden sollte.

 

Oben ankommen, das

Das geht nicht nur kletternd sondern auch gut wandernd. Die Massive bieten wundervolle Wanderwege und auch Klettersteige mit atemberaubenden Blicken ins Land. Bei vielen wartet dann oben eine Baude o. ä. mit Getränken und einem Stück Kuchen zur Belohnung.
Besonders empfehlenswert sind sicher die Häntzschelstiege in den Affensteinen oder direkt daneben die Schrammsteine. Hier lässt sich das eigene Klettererlebnis z. B. auch ideal mit einer Wanderrunde für die Kids und kletterunerfahrenen Mitreisenden verbinden.

 

Parken in Rathen, das

Ok, es gibt enorm viele Gebiete und Ecken. Das Rathener Gebiet ist allerdings eines der beliebtesten (nicht nur bei Kletterern) und da es sich hier auch noch um einen Kurort handelt, sind die Möglichkeiten noch eingeschränkter. Hier ist es also empfehlenswert, von Pirna in Richtung Felsenbühne Rathen und nicht Bastei zu fahren, dann weiter den Hinweisschildern folgen. Direkt an der Elbe ist ein großer Parkplatz, wo für kleines Geld der Wagen den Tag verbringt, während ihr mit der Fähre übersetzt und dann losstiefeln könnt. Am Abend dann noch eine heiße Soljanka beim Hermann in Rathen mit Blick auf Elbe und Bastei und der Tagesabschluss ist perfekt

 

Qualität, die

Das wenige verbaute Material im Elbi ist in den meisten Fällen vertrauenswürdig. Die Abseilösen sind groß und massiv und die Ringe werden regelmäßig ausgetauscht und begutachtet. (Wie überall gilt aber – Ausnahmen bestätigen die Regel, also immer auf Nummer sicher gehen).

 

Ring, der

Wer an die Klettergärten am Gardasee gewöhnt ist, wird hier böse überrascht. Ja, es gibt Ringe – nur irgendwie nie da, wo man sie braucht. Oftmals findet sich in den Routen auf 7 Metern Höhe mal ein Stück Metall und dann bis zur Abseile nichts mehr. Gerne befindet sich der Ring auch direkt ÜBER der Krux. Ein nachträgliches Setzen von Ringen ist die absolute Ausnahme – so wie eine Route eingerichtet wurde, soll sie auch nachgeklettert werden. Daher sollte man also sehr fit im Selbstabsichern mit Schlingen und Knoten sein.

 

Sanduhren, die

Wenn man eine sieht, ist die Freude oft groß – Sanduhren gehören zu den Standardsicherungsstellen. Es gibt sie in allen Ausführungen, allerdings sollte man immer vor Augen haben, dass die Felsstruktur nicht der in Franken gleicht. Während du dich dort an die kleinste Sanduhr mit vollem Gewicht hängen kannst, ist es hier möglich, dass eine armdicke auf kleinster Belastung ausbricht. Beim Legen von Schlingen sollte man immer die Belastungsrichtung im Auge behalten und Bandschlingen am Fuß umbinden, nicht am Mittelteil, auch wenn das der erste Reflex anbietet. Der Sockel ist meist deutlich stabiler.

 

Toprope, das

Was in anderen Gebieten das normalste der Welt ist, bringt im Elbi ganze Bergsteigerverbände in bürgerkriegsähnliche Zustände. Topropen oder nicht, ist eine Grundsatzfrage, um die seit Jahren vehemente Diskussionen geführt werden. Noch ist es ok aber nicht gern gesehen. Also nicht wundern, wenn man bei Ausübung dessen einen schiefen Blick erntet.

Auch hier gibt es einen Hintergrund: die Traditionalisten sagen: beim Topropen klettert man anders, oft über seinem eigentlichen Level (stimmt ja auch, da die Sturzgefahr deutlich geringer ist), was ein unsauberes Klettern zur Folge hat, welches dann wiederum dem Felsen schadet.

 

Unterkunft, die

Das Elbi ist touristisch hocherschlossen, will heißen – Ferienwohnungen oder Unterkünfte sind gut belegt und teilweise auch sehr hochpreisig. Wer ein festes Dach über dem Kopf bevorzugt, also nicht unbedingt campen will, findet entweder langfristig privat gut Ferienwohnungen (die in den Sommermonaten aber sehr oft eine Mindestbelegung von 1 Woche verlangen), kann aber auch gut z. B. auf dem Wandererboden der Laasenperle, gegenüber von Bastei und Mönch übernachten. Hier gibt es auch Gästezimmer für wenige Tage, allerdings gilt auch hier: rechtzeitig buchen!

Ein besonderes Schmankerl ist die „Touristenherberge auf der Kulm“ in Weißig. Lage ist perfekt, um von hier in alle Gebiete zu starten, Übernachtung kann im Zelt auf der Wiese, im normalen Gästezimmer oder im Mehrbettzimmer mit Klassenfahrts-Charme und Gemeinschaftsduschen im Keller erfolgen. Die Inhaberin, Frau Fleck, ist ein Orginal mit dem Herzen am rechten Platz. Nichts für 4*-Schläfer, dafür sehr preiswert für die Region und mit oft lustiger Mitschläferschaft. www.touristenherberge.de

 

Vorstieg, der

Im Elbi vorzusteigen, hat eine eigene Qualität. Einerseits verlangt die besondere Absicherung, die Friends, Keile etc. verbietet (alles was den Fels zerstören könnte oder verändert, ist tabu, Absicherung erfolgt mittels Band- und Knotenschlingen) einiges an Erfahrung in den örtlichen Gepflogenheiten, andererseits ist der Sandstein teilweise sehr brüchig und lässt gerade am Ausstieg oftmals den Gedanken an Treibsand aufkommen. Zusätzlich sind die meisten Gipfelköpfe eher rund, der Ausstieg selbst also nochmal ein Highlight. Hier ist also noch eine Extra-Portion Souveränität und Ruhe gefragt, Hochrammeln ist eher kontraproduktiv. Zweiter wichtiger Aspekt: das Sichern von Oben sollte sitzen, da hier nach erfolgreicher Bezwingung der Route nicht abgeseilt und dann im Toprope gesichert wird, sondern die Nachsteiger mit auf den Gipfel kommen.

 

Wetter, das

Das Wetter spielt hier eine große Rolle. Bei Regen ist Klettern tabu. Ok – der Teil leuchtet noch ein, auch im Ötztal würde man bei Wolkenbruch eher ungern in eine Wand einsteigen. Aber auch am Folgetag sollte man im Elbi die Finger vom Felsen lassen. Klettern nur am trockenen Fels! Auch hier wieder der gleiche Hintergrund, wie bei vielen anderen Regeln: die besondere Beschaffenheit des Sandsteins. Dieser kann, wie ein Schwamm, bis zu 40 % Wasser aufnehmen und ist in diesem Zustand vergleichbar mit einer festeren Kleckerburg. Also Finger weg und lieber eine Runde wandern gehen.

 

X

Drei davon sollte man machen, wenn man an beliebten Klettergipfeln ankommt und beim Einstieg der Wunschroute kein anderes Seil liegt. Denn sonst heißt es, geduldig warten. Wer als erstes das Seil ablegt, klettert auch zuerst. Natürlich soll das nicht zum deutschen Klassiker: “ich lege mein Handtuch um 8 auf die Liege, kann ja sein, ich will um 17h mal da ausruhen“ verführen.typischen Handtuch-Liegen-reservier-Verhalten führen. Also Seil auch nur dort ablegen, wenn man vorhat, demnächst einzusteigen.

Yaks, die

…wurden hier noch nicht gesichtet. Ok, ich gestehe, hier verließ mich die Kunst. Wer einen Vorschlag für diesen Buchstaben hat: her damit! :)

 

Zelten, das

Ideale Spots hier:

Waldcamping Pirna-Copitz, hier können auch Bungalows gemietet werden.

Campingplatz Ostrauer Mühle – der Klassiker bei Bad Schandau

Bei Königsstein Campingplatz Nikolsdorfer Berg

Kleiner Tipp: die tschechische Seite ist auch sehr schön! Hier empfiehlt sich Ostrov als Standort.

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Über den Autoren

Was mich geritten hat, als Flachland-Indianer mit Wasser-Sucht auf einmal mit dem Klettern anzufangen, weiß ich bis heute nicht - nur, dass es mich seit knapp 2 Jahren voll erwischt hat. Am liebsten unterwegs im Elbi - zur Not nehm ich aber auch den "Zauberberg" im dicken B ;)

7 Antworten für “Kleines Elbi-ABC”

  1. Jana says:

    Ina, wunderbar! Das ABC hätte ich gut gebrauchen können, bevor ich zu meinem ersten desaströsen Elbi- Abenteuer aufgebrochen bin und nicht verstanden habe warum Klettern hier so gar nichts mit dem Klettern, wie ich es kannte zu tun hat.
    Man hört auch noch hinter der leichten Ironie deine große Liebe zu dem Gebiet und ich muß sagen, das macht mir glatt Lust auf einen zweiten Versuch. Danke für diese Perle!
    Jana

  2. Peter_B says:

    Hallo Ina, Superartikel. Fakten, Insidertips, die wichtigen Unterschiede, Verhaltensempfehlungen und und und. Eine gelungene Sache. Fühle mich dadurch bestens auf meinen ersten Elbi-Trip vorbereitet.

  3. Andreas says:

    Genial, jetzt habe ich Muskelkater in den Mundwinkeln…und fahre morgen gleich zum 3. Mal hin…

  4. Kaj says:

    Endlich mal ein Artikel, welchen man Elbi-Kletterambitionisten zum vorherigen Studium empfehlen kann. So können sich alle Hallen-Cowboys zuvor auf die Anforderungen einstimmen.
    Danke Ina, für diese tolle Zusammenfassung des Erlebten und die Erwähnung des “einheimischen Bergführers”…
    Stehe gern für weitere tolle Kletterausflüge zur Verfügung.

  5. Boris_C says:

    Hier mal ein Videobeispiel für eine Erstbegehung im Elbi. http://vimeo.com/53897707

    Sieht eigentlich ganz entspannt aus ;-)

    PS: Danke für’s Teilen auf Facebook, Peter Brunnert!

  6. H. zimmass says:

    Hab mir erlaubt as Kleine Elbi-ABC als link in die Facebook Gruppe Klettern zu stellen find den Artickel klasse

  7. Interessante Artikel zum Elbsandsteingebirge | Elbsandsteingebirge / Sächsische Schweiz says:

    […] Klettern bei uns im “Elbi” hat es in sich ! Ein großer Unterschied zu Sportklettergebieten und natürlich zur Halle, v.a. tausendmal schöner . Erste Fragen zu den Besonderheiten werden in diesem wunderbaren BLOG beantwortet: http://www.kletterbericht.de/kleines-elbi-abc/ […]

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