Ostbloc – ein Boulderparadies inmitten der Hauptstadt

Okt 17, 2012 Null Kommentare von

Wo in Berlin kann man an der Spree entspannt in der Sonne sitzen, dabei gemütlich sein (alkoholfreies) Hefeweizen schlürfen und über das endlich vollbrachte Boulderprojekt fachsimpeln? Wo passiert es immer wieder, dass man kurz vorm Verzweifeln auf den Schrauber der Route trifft, der einem dann Tipps gibt und erklärt, warum dieser „verdammte Sloper“ gerade da hängen muss? Richtig – das gibt’s so wohl nur im Ostbloc in Berlin.

 

Herzblut

Die größte Boulderhalle der Hauptstadt feiert im Dezember 2-jähriges Bestehen und man merkt auch jetzt noch die Liebe und das Herzblut des Teams um Lutz Schneider und Jakob Hoppstock in vielen kleinen Details. Hier geht’s nicht um schnöden Mammon, sondern darum, die eigene Leidenschaft an andere weiter zu geben. Und das gelingt!

Lichtshow im ostbloc

© ostbloc – boulderhalle – berlin

Langeweile hat hier keine Chance:
Die Routen werden regelmäßig neu geschraubt, diverse Veranstaltungen, wie Wettkämpfe (u. a. einen Monatswettkampf an dem jeder teilnehmen kann, Wettkampfreihen in Kooperation z. B. mit dem No Limit in Leipzig etc.), Lesungen, Vorträge, Grillen und Chillen im Sommer etc. machen immer wieder Lust hierher zu kommen.

Und dann ist da noch die Atmosphäre… Ich rede jetzt nicht vom Charme des Industrieviertels, in dem die Halle steht oder der nicht vorhandenen kulturhistorischen Bedeutung der Außenfassade. Und ja, auch hier sieht man manchmal vor Chalk in der Luft die andere Seite der Halle nur verschwommen. Also so, wie überall sonst auch, mag man meinen.

Und trotzdem versteht jeder, der hier mal unterwegs war, was gemeint ist. Egal ob Anfänger oder Boulderass, ob 5 oder 50: Hier wird neben- und miteinander an den Projekten gearbeitet, jeder mit seiner Leistung ernst genommen und genau das macht vielleicht ein Stück weit mit den Charme der Halle aus. Dazu kommt die doch sehr helle und weite Bauweise. Und die Lage direkt an der Rummelsburger Bucht mit Sicht aufs Wasser und die Boote macht schon Lust, auch nach vollbrachter Arbeit noch ein wenig zu verweilen.

Man fühlt sich einfach nur  wohl – warum, lässt sich schwer in Worte fassen, also am besten mal ausprobieren, wenn ihr in der Nähe seid! Nun aber ein paar Fakten:

 

Farbkonzept

Das Farbkonzept erleichtert die Orientierung. Die Boulder sind farbig nach Schwierigkeitsgrad geordnet. Siehe Grafik.
Dazu gibt es eine 50-Meter-Traverse, die mit schwarzen Griffen markiert ist, hier dürfen alle Tritte benutzt werden.

Farbsystem im ostbloc

© ostbloc – boulderhalle – berlin

 

Ausbildung&Trainings

Kurse werden angeboten, sind aber meistens mehr als gut gebucht.
Wer sich nicht nur die Arme lang ziehen möchte, kann sich auf der Slackline, der Highline, an Ringen oder Campusboard die Zeit vertreiben.

 

Ausstattung

Bug im ostbloc

© ostbloc – boulderhalle – berlin

Gebouldert wird auf einer Fläche von über 1000 m², hier ist alles dabei, was das Herz begehrt, von knackigen Dachrouten bis zu kniffliger Reibungskletterei, Verschneidungen und Highballs. Routen werden regelmäßig umgeschraubt – also nicht zuviel Zeit lassen mit dem Projekt ;)
Die weitere Ausstattung ist eher praktischer Natur, es gibt neben den Boulderflächen eine Bar, an der man sich stärken kann, Getränke und leckere Snacks und auch mal ein Eis für die Kinder sind da. Zwei Umkleiden (Männlein/Weiblein) mit jeweils einer Dusche stehen zur Verfügung. Es gibt einen Spielraum für die Kids, Sauna o. ä. sucht ihr hier aber vergebens.

 

Preise

Für Berliner Verhältnisse sehr human, normaler Eintritt kostet 8,50 € (Tageskarte), in der Woche ist der Frühaufsteherrabatt für den ein oder anderen interessant – ist man vor 14 Uhr in der Halle (wochentags), kostet der Spaß nur 5,50 €.

Öffnungszeiten

täglich von 10.00 – 23.00 Uhr (auch an Feiertagen!)

 

Web

Adresse

Ostbloc Berlin, Hauptstraße 13, 10317 Berlin.
Eine Anfahrtsbeschreibung findet ihr sehr gut auf der hauseigenen Seite beschrieben.
Looking forward meeting u there ;)

Berlin, Stadtberichte

Über den Autoren

Was mich geritten hat, als Flachland-Indianer mit Wasser-Sucht auf einmal mit dem Klettern anzufangen, weiß ich bis heute nicht - nur, dass es mich seit knapp 2 Jahren voll erwischt hat. Am liebsten unterwegs im Elbi - zur Not nehm ich aber auch den "Zauberberg" im dicken B ;)
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